Das war 2010unser Jahresrückblick

Zu den Themen, die im Jahre 2010 die Laggenbecker immer wieder beschäftigten,

gehört die Westumgehung. Vor Jahresfrist wurde die Fertigstellung der

Eisenbahnbrücke als Halbzeitstand angesehen. Inzwischen zeigt sich, dass die zweite

Halbzeit eine deutliche Nachspielzeit verlangt.

Zu Beginn des Jahres kommen die Brückenbauer durch die Winterpause in Verzug. Die Hoffnungen, den Uppenkamp zum Herbst 2010 für den Verkehr freigeben zu können, erfüllen sich nicht. Und auch die Freigabe der K24n von der Fuggerstraße bis zur Alstedder Straße wird erst 2011 erfolgen. Unverständlich, dass noch nicht einmal alle Grundstücke für die Fertigstellung erworben waren. Das konnte inzwischen erledigt werden. Damit rückt der Weiterbau bis zur Alstedder Straße näher.

Dass der Bauabschnitt Süd überhaupt erfolgen konnte, ist sicherlich ein Verdienst von Wilfried Grunendahl, der im Kreistag den Ausbau vorantrieb und auch dafür sorgte, dass die notwendigen Landesmittel bereitgestellt wurden.

Jetzt beschäftigt die Anlieger der betroffenen Straßen insbesondere die Frage:Wo bleibt der Verkehr, wenn die Westumgehung nur bis zur Alstedder Straße führt?

Die Alpenstraße ist für den Schwerlastverkehr gesperrt. Es ist zu befürchten, dass

dieser sich auch in Zukunft über die Tecklenburger und die Mettinger Straße in

Richtung Norden quälen wird und insbesondere für die Schüler der Grundschule und

der Hauptschule eine Gefährdung bedeutet.

Die Bürgerinitiative „Verkehrschaos Laggenbeck“ macht in Demonstrationen die

Forderung der Laggenbecker nach einem Weiterbau deutlich. 3.600 Unterschriften

zum Weiterbau werden an NRW- Verkehrsminister Lienenkämper übergeben.

Bisher sind noch keine Gelder in der mittelfristigen Finanzplanung eingeplant. Und

das, obwohl bereits der Generalverkehrsplan von 1969 den Bau dieser Straße vorsah.

Zu heftigem Missfallen führen die Äußerungen von Kreisbaudirektor Franz Niederau

und Landrat Thomas Kubendorff, die einen Weiterbau in Richtung Norden für nicht

notwendig erachten. Dem widerspricht die Mehrheit im Steinfurter Kreistag, die

beschließt, die weiteren Planungen in Angriff zu nehmen und sich um die

Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel zu bemühen. Ob das gelingt, wird

wesentlich davon abhängen, ob das Land Nordrhein-Westfalen die entsprechenden

Mittel zur Verfügung stellt.


Januar:

Vier Tage lang besuchen 50 kleine Könige und Königinnen die Laggenbecker Familien und wünschen ein gesegnetes neues Jahr. Die Spendenaktion ergibt 7.100 Euro für das Päpstliche Kindermissionswerk und für die Laggenbecker Projekte in der Dritten Welt. - Acht Trecker beteiligen sich an der Tannenbaumaktion der Landjugend. Der Erlös (2600 Euro) wird den beiden Bürgerinitiativen zum Bau eines Radweges an der Permer Straße und der Mettinger Straße übergeben. - Der Lebendige Adventskalender übergibt den beiden Kirchengemeinden 443,44 Euro für die Jugendarbeit. - Der Kindergarten Löwenzahn sammelt 652,14 Euro für notleidende Menschen in Haiti. -

Der Chor Cantabile feiert sein zehnjähriges Bestehen. Schon nach kurzer Zeit sind die 80 sangesfreudigen Mitglieder unter der Leitung von Werner Janning zu einem Ensemble geworden, das über Laggenbeck hinaus das kulturelle Leben bereichert hat. - Elisabeth Schüttken löst Sophia Kemper als Teamsprecherin der KfD ab. - Franz Kenning übernimmt die Heimleitung im Haus Magdalena. - Die Stadt stellt neue Bauleitpläne zum Bau eines Gesundheitszentrums an der Permer Straße und für einen Freizeithof an der Alstedder Straße (Hof Löbke) vor.


Februar:

Schon vor Weihnachten hat Winterwetter eingesetzt. Die Osterledder starten dennoch mit zahlreichen freiwilligen Helfern den ersten Bauabschnitt des Radweges an der Permer Straße. - Irene Middendorf bleibt Vorsitzende der „Helfer für Tiere in Not“. - Michael Breulmann übernimmt die Leitung des Kindergartens St. Maria Magdalena. - Der SV Cheruskia kann erstmals mehr als 100 Sportabzeichen vergeben. - Die Kardinal-von-Galen-Grundschule wird als Europaschule ausgezeichnet. - Die Ganztagsschule führt zu schrumpfenden Mitgliederzahlen bei der KAB-Volkstanzgruppe. Mit 275 Mitgliedern bleibt sie aber weiterhin führend. Auch bei der KAB sank die Zahl der Mitglieder (jetzt 303).


März:

Seit 25 Jahren ist der Männerkreis der Johannesgemeinde für Kirche und Gesellschaft aktiv. - Der Förderverein Freibad freut sich über die steigende Zahl der Badegäste, beklagt aber das Fehlen eines eigenen Schwimmmeisters, der eine verlässliche Perspektive für das Freibad bietet. Die Mettinger Straße wird vom Ortsausgang bis zum Fisbecker Forst (1,8 km) durch den Landesbetrieb saniert und führt drei Wochen lang zu Verkehrsbehinderungen. Die Kosten: 250.000 Euro.

- Der Kindergarten St. Maria Magdalena wird für seine hervorragende Förderung des Singens und Musizierens mit dem Felix-Gütesiegel ausgezeichnet.


April:

Die Mitglieder der Werbegemeinschaft „Wir … für Laggenbeck“ fordern mehr Präsenz im Dorfleben durch vereinseigene Aktionen. Ein Zentrum für Erlebnisgastronomie wollen Salvatore und Francesco Fico im ehemaligen Saal Linnenschmidt schaffen, der über mehr als ein Jahrhundert Treffpunkt für die Laggenbecker war. - Der Sportverein Cheruskia verabschiedet Franz-Josef Merschjann, der nach 35 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit im Vorstand als stellvertretender Vorsitzender ausscheidet. Sein Nachfolger wird Rainer Gudd.


Mai:

13 Vorschulkinder erwerben in der Bücherei die Urkunde „ich bin bitfit“, die ihnen bescheinigt, dass sie sich in der Bücherei auskennen. - Die Naturschützer freuen sich, dass die Saatkrähe in Laggenbeck wieder heimisch geworden ist. - An der Kardinal-von-Galen-Grundschule erwerben 365 Kinder das Kinderturnabzeichen. -

80 ehrenamtliche Helfer haben in den vergangenen Monaten mit mehr 2.200 Arbeitsstunden dafür gesorgt, das Freibad zur Saisoneröffnung zu einem „echten Bürgerbad“ werden zu lassen. - Thomas Konermann wird neuer „König über das Osterledder Land“. - Die Kunstturnriege erkämpft in der Landesliga erneut den zweiten Platz und steigt damit in die Verbandsliga auf. Die KvG-Grundschüler machen mit der neuen Schülerzeitung „Tintenklecks“ auf sich aufmerksam.


Juni:

Mit dem Erlös, den die KAB beim „Fest rund um die Kirche“ erzielt, wird das Projekt Arusha unterstützt, mit dem der Stadtverband die Ausbildung von jungen Handwerkern fördert. -

Die Werkgruppe des Heimatvereins macht sich seit Jahren um die Verschönerung des Ortsbildes verdient und erspart der Stadtkasse notwendige Pflegearbeiten. - Martin Fisse baut das Möbelhaus Keller zu einem Büro- und Geschäftshaus um und nennt es „Laggenbecker Mitte“.


Juli:

Die Alttraktorenfreunde Tecklenburger Land demonstrieren die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von Treckern, selbst wenn sie mehr als 50 Jahre alt sind. - Die Landjugend feiert mit einem abwechslungsreichen Programm ihr 60-jähriges Bestehen. -

Der Dritte-Welt-Laden unterstützt seit 25 Jahren Projekte, die die Entwicklungshilfe in Ghana, Südafrika und Mikronesien fördern. – Keine Veränderungen im Erscheinungsbild des Laggenbecker Bahnhofs. Immer wieder werden Telefon, Uhren, Fahrkartenautomaten und Fahrplananzeigen mutwillig zerstört. -

Die Laggenbecker Kirmes wartet mit zahlreichen Neuheiten und Neuauflagen auf und erfreut sich eines guten Besuchs.


August:

Die Kardinal-von-Galen-Grundschule richtet vier neue Eingangsklassen ein. Mit 40 Schülern in 18 Klassen bleibt sie größte Grundschule im Kreis Steinfurt. –

Bauarbeiten im Bereich des Autobahnkreuzes Lotte führen immer wieder zu Rückstaus zwischen Laggenbeck und der Abfahrt Lotte. Verkehrsunfälle sorgen im Verkehrsfunk immer wieder für entsprechende Meldungen. Sechs Wochen lang werden die beiden Autobahnauffahrten mit 1,2 Millionen Euro saniert. Zusätzliche Abbiegespuren werden dem stark gestiegenen Verkehrsaufkommen gerecht. Zwei Hunde attackieren einen zwölfjährigen Jungen und verletzten ihn schwer.


September:

Der Förderverein Freibad freut sich über eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen, nicht zuletzt bedingt durch die familienfreundliche Atmosphäre. Großen Anteil hatten die Frühschwimmer. - Lebhafte Diskussionen gibt es um die Idee des „Shared Space“ im Laggenbecker Ortskern. Von „Schwachsinn“ bis „gute Idee“ reichen die Kommentare. Eine Umsetzung ist sicherlich ebenso schwierig wie die Erklärung in verständlichem Deutsch.

 

Oktober:

Heftige Diskussionen um die Situation der Hauptschule. Schon seltsam, zurückgehenden Schülerzahlen durch eine weitere Schulform begegnen zu wollen. Für Laggenbeck bliebe dann wohl nur eine „Restschule“. Und das, obwohl derzeit so viele Schüler zur Realschule oder zum Gymnasium wechseln, dass sie drei Klassen bilden könnten. - Mit einem Benefizkonzert anlässlich des zehnjährigen Bestehens feiert der Chor Cantabile sein Jubiläum. Mit jeweils 1.000 Euro werden das Jugendrotkreuz und die Aktion „Herzenswünsche“ unterstützt. - Gut 200 Akteure der Cheruskia präsentieren in der Sporthalle eine glanzvolle Turnschau.

 

November:

Der Martinimarkt lebt dank der Initiative von Mitgliedern der Werbegemeinschaft wieder auf. Das Organisationsteam kann 28 Marktbeschicker für das Gelände rund um Il Gabbiano gewinnen. Am Martinszug des Kindergartens St. Maria Magdalena beteiligen sich trotz widriger Wetterverhältnisse rund 30 Familien mit ihren Kindern. - Anziehungspunkt für Musiker und Aussteller bleibt

die Musikmesse von Musik Produktiv. 100 Stunden Livemusik auf sieben Bühnen erfreuen die Besucher. – Der Förderverein Freibad beabsichtigt die Gründung einer gemeinnützigen GmbH mit dem Ziel, das Freibad in eigener Regie zu betreiben und den Bestand auf Dauer zu sichern.

 

Dezember:

Die Volleyballer des VCB Tecklenburger Land müssen sich zum Jahresende zwar mit einer Niederlage verabschieden, dürfen aber mit dem Jahr 2010 mehr als zufrieden sein. Mit acht Siegen in der laufenden Saison belegen sie nach fast 20 Stunden Spielzeit in elf Spielen einen achtbaren 3. Tabellenplatz. Die „Tie-Break-Killer“ können außerdem den Regionalpokal Nordwest verteidigen und sich für das Achtelfinale im DVV-Pokal qualifizieren. Dass es gegen den Tabellenführer der Bundesliga, SCC Berlin, eine 0: 3 – Niederlage gibt, kann die großartige Leistung der „Tebus“ nicht schmälern. -

Laggenbeck ist ein musikalischer Ort. Die Grundlagen werden schon in den Kindergärten vermittelt. Ausgezeichnet wurde jetzt der Kindergarten St. Maria Magdalena, der sich künftig „Musikalischer Kindergarten“ nennen darf. Musik wird aber auch in den Laggenbecker Schulen gepflegt. Die Musik-AG der Kardinal-von-Galen-Grundschule beweist mit den Musicals „Hänsel und Gretel“ und „Tuishi pamoja“ sowie dem Krippenspiel ihre Begeisterung für die Musik ebenso wie die Fünftklässler der Ganztagshauptschule, die mit Unterstützung der Wiener Kinderoper das Publikum mit Mozarts Zauberflöte begeistern.