Jahresrückblick 2002

  Jahresrückblick 2002

 

Aus der Laggenbecker Chronik

 

Januar:

Unter der Leitung von Kantor Christian Schauerte bot die evangelische Kantorei ein besinnliches Konzert in der Zeit um Epiphanias.

Dirk Rieskamp, Disjockey und Geschäftsmann, spielt in der Gerichtsserie „Richterin Barbara Salesch“ den Zeugen Thomas Fenger, nachdem er zuvor bereits als Polizeiobermeister zum Einsatz gekommen war.

Die Laggenbecker Volkstänzer begleiten auf der Grünen Woche in Berlin die Präsentation der Stadt Tecklenburg im Rahmen des Ländertages Nordrhein-Westfalen.

Laggenbecks Geschäftsleute zeigen sich am Ibbenbürener Stadtmarketing interessiert, aber nur dann, wenn die neue Gesellschaft sich für ganz Ibbenbüren stark macht.

Die Landjugend brachte bei ihrer Tannenbaum-Aktion nicht nur 27 Anhänger voller Bäume für das Osterfeuer zusammen, sondern sammelte auch 2.800 Euro für krebskranke Kinder zusammen.

Viel Zeit und Mühe haben die Mitglieder des Jugendausschusses aufgewandt, um den Keller im Pfarrheim neu zu gestalten.

In der KAB-Volkstanzgruppe gibt es Unstimmigkeiten, die aber bis zur Generalversammlung beigelegt werden sollen.

Mechthild Vermillion wird neue Konrektorin an der Hauptschule Laggenbeck.

Margret Taschner wird zum Ehrenmitglied der Landfrauen ernannt. Anni Seiffert bleibt Vorsitzende, Magdalene Steingröver und Ursula Knollmann werden zu Stellvertretern gewählt .

Februar:

Premiere in der evangelische Kirchengemeinde: 15 Kinder zwischen fünf und zehn Jahren beteiligen sich am Kinderkirchensamstag, der künftig regelmäßig stattfinden soll.

An der Tecklenburger wird endlich eine Ampel installiert, um den Kindern der Grundschule einen gefahrlosen Übergang über die viel befahrene Straße zu ermöglichen. Immer wieder waren entsprechende Anträge der Schulpflegschaft vom Landschaftsverband negativ bescheiden worden. Erst der

neu eingerichtete Landesbetrieb Straßenbau hatte ein Einsehen.

Tony Glaßmeyer leitet auch weiterhin die Geschicke der KAB-Volkstanzgruppe als Vorsitzender. Alle Anstrengungen sollen auf einen Erfolg der Begegnungswoche im August gerichtet werden. Josef Ottenhaus und Änne König sind seit der Gründung vor 70 Jahren dabei.

Für erhebliche Unruhe sorgen die Bemühungen der Osnabrücker „Prowind“, im Aatal drei 140 m hohe Windkraftanlagen zu bauen. In einer Informations-veranstaltung des CDU-Arbeitskreises äußern Anlieger ihre Besorgnis.

Neuer Geschäftsführer im Reiterverein wird Annette Oechtering, die damit Michael Löpmeier ablöst.

Auf der Generalversammlung des SV Cheruskia wird Werner Sander als Vorsitzender bestätigt. Die Zahl der Mitglieder: 1.800 in sechs Abteilungen. 32 % sind über 40 Jahre alt, Tendenz steigend.

606 Mitglieder hat der Förderverein Freibad. Die Sanierungsarbeiten gehen zügig voran, so dass vorzeitig mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden kann.

34 Mannschaften wurden für das Mastersturnier des Schützenvereins Osterledde gemeldet. Sieger wird der Dartclub Ottenhof vor der Landjugend.


März:

Unfug aus dem Rathaus: Die Verwaltung hat den Gastwirten mitgeteilt, dass am Kirmesmontag um 23 Uhr Schluss sein muss. Der Rat entscheidet anders. Dem Wunsch der Laggenbecker entsprechend darf bis um 1 Uhr gezapft werden.

Rudolf Kobelt stellte sich dem DRK 100 Mal als Blutspender zur Verfügung.

565 Euro erbrachte das Hallenturnier, das die G-Junioren zugunsten des Vereins „Herzenswünsche“ durchführten.

Der Verein zur Erhaltung des Aatals lebt wieder auf. Der Grund: Die geplanten Windkraftanlagen im Aatal. Neuer Vorsitzender wird Ulrich Mühlenkamp, Ernst-Wilhelm Westermann und Günther Vogel seine Stellvertreter.

Die Landwirte machen sich Sorgen. Immer neue Bestimmungen und zusätzlicher Bürokratismus lassen kaum noch Zeit für die eigentliche Arbeit.

Heinrich Westerkamp bleibt auch im 20. Jahr Vorsitzender des Heimatvereins. Der Jahresbeitrag wird auf 6 Euro festgelegt.

Den ersten Saisonsieg landet die erste Fußballelf des SV Cheruskia. Der Verbleib in der Bezirksliga ist aber nicht mehr zu schaffen. Beim Mastersturnier des Schützenvereins Osterledde siegt der Dartclub Ottenhof.


April:

Die Grundschule platzt aus allen Nähten. 151 Kinder wurden für das neue Schuljahr angemeldet. Es fehlt an Klassenräumen und an Mehrzweckräumen. Und auch Lehrerzimmer und Verwaltung sind zu klein. Die zunehmende Zahl der Baugebiete wird auch in Zukunft für steigende Zahlen sorgen. Die jahrelangen Bemühungen, den Schulweg zu sichern, haben Erfolg: An der Einmündung Burgweg/Tecklenburger Straße installiert der Landesbetrieb Straßenbau eine Ampel.

Die Werbegemeinschaft ändert ihren Namen und damit Struktur und Zielsetzung. Unter dem Namen „Wir .... für Laggenbeck e. V.“ soll der Förderverein der Förderung und Entwicklung des Ortsteiles Laggenbeck und insbesondere der Laggenbecker Wirtschaftsunternehmen dienen.

Mehr als 200 Laggenbecker informieren sich über die im Laggenbecker Feld geplanten Windkraftanlagen. Mit zahlreichen Transparenten dokumentiert eine überwältigende Mehrheit ihre Ablehnung.

Auf Initiative des Fördervereins besucht das Fernsehen den Naturkindergarten Löwenzahn, um Aufnahmen zum Thema „Mensch und Natur“ zu machen.

Den weltweit größten Katalog für Musikinstrumente gibt Musik Produktiv heraus. 100 000 Exemplare verlassen das Unternehmen an der Fuggerstraße.

Der DRK-Ortsverein gründet eine neue Jugendgruppe. Die Pläne für ein Jugendzentrum an der Hauptschule machen Fortschritte. Allerdings gibt es Schwierigkeiten bei der Realisierung. Die im Haushalt der Stadt veranschlagten 293 000 Euro reichen nicht aus. Es fehlen 154 000 Euro. Die für das Ende des Jahres erhoffte Fertigstellung läßt sich nicht einhalten. Außerdem muss abgespeckt werden.

Die Typisierungsaktion für Celine wird zu einem großen Erfolg. Der Andrang ist so groß, dass das Material bereits vorzeitig ausgegangen war und deshalb nicht alle Spender zum Zuge kommen. 120 Helfer, darunter 25 Ärzte und Arzthelferinnen, halfen mit, stellten sich in den Dienst der guten Sache.


Mai

Seit Wochen müssen Anlieger und Passanten der Mettinger Straße und der anliegenden Wohngebiete Verkehrs-behinderungen in Kauf nehmen. Der Wasserversorgungsverband verlegt neue Rohre.

26 neue Mitglieder werden in die Frauengemeinschaft kfd aufgenommen. Pfarrassistentin Anja Raschke übernimmt als erste Frau das Amt des Präses.

Mit einem unterhaltsamen Programm eröffnet der Förderverein die neue Badesaison. Freiwillige Helfer haben das Bad auf Hochglanz gebracht. Sie unterstützten die Verantwortlichen beim Planieren, Rasensähen, Anstreichen und Pflastern. 600 Quadratmeter Klinker sind verlegt worden. Cheruskia Laggenbeck sowie Grund- und Hauptschule organisieren einen Sponsorenlauf, um Geld in die Kasse zu bringen. Es soll den Grundstock für eine neue Solaranlage liefern. 15.090 Euro werden von den Teilnehmern „erlaufen“.


Juni

Raumnot auch an der Hauptschule. Nachdem vor einigen Jahren noch die Zweizügigkeit und damit die Existenz in Frage gestellt war, ist die Zahl der Klassen inzwischen auf 15 angestiegen. Ein Ergänzungsbau ist unumgänglich. Zwei Containerklassen sollen kurzfristig für Entlastung sorgen.

Ein Blitzschlag setzt einen Schweinestall auf dem Hof Steingröver in Brand. 200 Tiere kommen in den Flammen um. Dei Feuerwehr beklagt sich über Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung.

Zum siebten Mal wird das Beach-Festival ausgetragen. Die Fußballweltmeisterschaft tut dem Ablauf keinen Abbruch. Mit von der Partie auch Ibbenbürens Politiker, die sichmit dem dritten Platz begnügen müssen.

Ralf Hagedorn wird neuer König der Osterledder Schützen. Johannes Pascal Neumann, Schüler der Kardinal-von-Galen-Grundschule, belegt beim landesweiten Mathematik-Wettbewerb den vierten Platz. Zu den erfolgreichen Teilnehmern gehören auch Jonas Haarz und Felix Böttinger.


Juli

Der Posaunenchor der Evangelischen Kirchgemeinde wird 50 Jahre alt. Mit einer „musikalischen Weltreise“, zu der viele Ehemalige aus nah und fern gekommen sind, wird das Jubiläum gefeiert.

Drei erste Plätze gibt es für Laggenbecks Reiter beim eigenen Reitturnier. In der Beach-Vollyball-Liga des Tecklenburger Landes gewinnt das Laggenbecker Team „Barfuß“ zum zweiten Mal. Anläßlich der Kirmes feiern die Laggenbecker bei strahlend blauem Himmel. Die längere Öffnungszeit der Stände am Montag wird ausgiebig genutzt.


August

32 Gruppen aus 14 Nationen mit insgesamt 900 Mitgliedern sorgen für einen glänzenden Verlauf der 9. Begegnungswoche internationaler Jugend. 443 Mitglieder der Volkstanzgruppe, viele ehrenamtliche Helfer und zahlreiche Gasteltern helfen mit, die Kosten von insgesamt 135 000 Euro zu finanzieren. Zu den Höhepunkten gehören der Brauchtumsmarkt am Samstag und der Festzug am Sonntag. Im Dorfgemeinschaftshaus läuft in der Regie des Heimatvereins eine sehenswerte Ausstellung mit vielen Schätzen aus der Dorfgeschichte.

Schwere Wolkenbrüche setzen zahlreiche Keller unter Wasser. Besonders betroffen sind Anwohner der Märchensiedlung, die sich darüber beklagen, dass die vorhandene Kanalisation nicht ausreicht, um die Wassermengen zu schlucken.

Mit einem bengalischen Feuerwerk endet das Freibadfest des Fördervereins Freibad. Mehr als 1000 Besucher sprangen ins kühle Nass.

Zahlreiche Laggenbecker beteiligen sich an den Hilfsaktionen zugunsten der Flutopfer. Die Landfrauen organisieren Transporte in das Krisengebiet. Zwei Tonnen Putz- Reinigungsmittel und Hilfsmittel werden nach Rosenfeld im Kreis Torgau-Oschatz gebracht.


September

Ulla’s Malkiste, Agentur der Ibbenbürener Volkszeitung, feiert ihr zehnjähriges Bestehen.

Im Baugebiet Ottenhof und am alten Sportplatz herrscht rege Bautätigkeit. Das ruft auch die Fahnder auf den Plan. Die Dienstgruppe „Bekämpfung der illegalen Beschäftigung – Zoll“ aus Gronau kontrolliert 42 Arbeiter.

23 000 Badegäste besuchten das Freibad, ein Viertel weniger als im Vorjahr. Für die zweite Baustufe zur Renovierung steuerte der Förderverein 150 000 Euro bei.


Oktober

Die Pfarrbücherei feiert ihr hundertjähriges Bestehen. Sie wird von 254 Mitgliedern genutzt. Erfreulich: Insbesondere Kinder nutzen das reichhaltige Angebot.

Nach jahrzehntelangem Warten kann der Sportverein Cheruskia endlich das herrlich gelegene Stadion an der Jahnstraße übernehmen. Die ehemaligen Vorsitzenden Erich Keller, Franz-Josef Plagemann und Walter Borgmann hatten sich immer wieder um eine zentrale Sportanlage in Laggenbeck bemüht. Lobenswert der tatkräftige Einsatz vieler Ehrenamtlicher, die unter anderem dafür sorgten, dass eine Tribüne mit 300 Sitzplätzen in Eigenleistung erstellt werden konnte. „Was die vielen Helfer geleistet haben, ist mit Geld nicht zu bezahlen“, stellte Cheruskia-Vorsitzender Werner Sander fest. 1,1 Millionen Euro steuerte die Stadt bei, um das Schmuckstück zu erstellen.

An der Iobbenbürener Straße wird ein neuer Aldi-Markt eröffnet. Weichen mussten für diesen Bau die alte Villa Vries und die anliegende Parklandschaft.


November:

Das Musikhaus Musik Produktiv gründet eine eigene Akademie für Musiker, um bei der Umsetzung der musikalischen Ziele zu helfen. Mit der größten Musikmesse Norddeutschlands (90 Aussteller) sorgt das Unternehmen an der Fuggerstraße außerdem dafür, dass mehr als 15.000 Besucher in das Gewerbegebiet kommen. 50 Stunden Livemusik auf drei Bühnen sorgen für eine großartige Stimmung. Im Laufes des Jahres war es immer wieder gelungen, namhafte Musiker nach Laggenbeck zu holen.

237 Frauen besuchten an zwei Tagen die Jahresversammluing der Katholischen Frauengemeinschaft. Zahlreiche Frauen wurden für ihre langjährige Mitglieschaft geehrt, darunter Eilsabeth Osterbrink, die seit 70 Jahren dabei ist.

Fitness non-stop bietet die Aerobicabteilung des SV Cheruskia. Bis zu 50 Teilnehmer sind in den einzelnen Gruppen dabei, um das zehnjährige Bestehen zu feiern.


Dezember

Zu ihrem Jahreskonzert hat der Männerchor die Polnische Staatsphilharmonie aus Tschenstochau eingeladen. Drei Stunden lang werden unter der Stabführung von Dirigent Westenhoff im restlos besetzten Bürgerhaus beliebte Melodien aus Oper und Operette präsentiert.

Voll besetzt auch die Pfarrkirche Sankt Maria Magdalena beim traditionellen Weihnachtskonzert. Der Posaunenchor unter der Leitung von Heiko Pohl sowie der Jugendchor, der Kirchenchor, der Chor Cantabile und erstmals der Kinderchor, alle unter der Leitung von Werner Janning, bieten ein abwechslungsreiches Programm.

Immer wieder Ärger am Bahnhof: eine ständig verschmutzte, stinkende Unterführung, ein Graffiti-übersätes Gebäude, eingeschlagene Fenster. Das alles passt nicht zum ausgezeichneten Fahrtangebot der Deutschen Bahn.